Geldanlage - Analyse

Diamanten vs Gold was eigent sich besser zur Geldanlage


Diamanten vs Gold - was ist die bessere Geldanlage?

Lange Zeit galt Gold als erste Wahl bei Anlegern als Geldanlage, die auf der Suche nach einer rentablen und gleichzeitig sicheren Anlage waren. Doch mittlerweile steigt die Nachfrage nach Diamanten immer mehr. Wie lässt sich die kontinuierlich steigende Nachfrage erklären und für welches Investment sollten sich die Anleger entscheiden: Gold oder Diamanten?

Konkret lässt sich die Frage "Gold oder Diamanten" als Geldanlage nicht beantworten. Es hängt in der Regel von den individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen ab, inwieweit sich die eine oder andere Anlagemöglichkeit eignet. Aber eines steht fest: Schön anzusehen sind beide Materialien. Doch wo liegen die höheren Risiken, wo sind die größeren Erfolgschancen und wie ist es um die Zukunft von Diamanten und Gold bestellt?


Gold: Ein niemals endender Boom?


Ihren Ursprung hat die Goldgewinnung aller Wahrscheinlichkeit bereits in der Kupferzeit. Schon damals galt Gold als Symbol für Reichtum und Ansehen. Das hat sich weitestgehend bis heute nicht verändert. Auch heute ist der Besitz von Gold noch ein Zeichen für gute wirtschaftliche Verhältnisse einer Person. Blutige Kriege, die es damals um das glänzende Objekt der Begierde gegeben hat, gibt es in dieser Form heute auch nicht mehr. Während damals eigentlich fast ausschließlich Könige oder Kaiser in Besitz von Gold waren, ist es heute jedem zugänglich - vorausgesetzt natürlich man verfügt über das notwendige Kleingeld.

Ob man Gold in physischer Form besitzt, es also Zuhause im Tresor liegen hat oder "nur" bei der Bank, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Es sollte jedoch eine Abwägung zwischen beiden Möglichkeiten durchgeführt werden. Auch heute kann es nämlich noch durchaus gefährlich sein, derart wertvolle Materialien im eigenen Haus zu lagern. Bei der Bank entstehen zwar in der Regel Gebühren für die Lagerung, dafür kann man sich hier sicher sein, dass das Gold unbeschadet bleibt.

Goldabbau vor allem im 19. Jahrhundert

Nachdem im 19. Jahrhundert ein regelrechter Boom beim Abbau von Gold ins Rollen gekommen ist, war man auf vielen Teilen der Erde damit beschäftigt, das Edelmetall abzubauen. Jeder wollte der Erste ein und jeder wollte mit Gold reich werden. Doch schnell wurde klar, dass es Gold nicht im Übermaß gibt. So waren die Goldminen schnell versiegen und die Preise zogen entsprechend an. Besonders bekannt war in dieser Hinsicht zum Beispiel der Goldrausch im Jahr 1897 in Alaska. Aber auch der Goldrausch von Kalifornien im Jahr 1849 erlangte weltweite Berühmtheit. Ein erhöhtes Aufkommen an Goldsuchern fand sich vor allem in Südafrika und Australien. Besonders hier wurden teilweise nicht unbeachtliche Mengen an Gold gefunden. Ebenfalls bekannt für Gold sind die Regionen rund um Russland und den USA.

Goldabbau früher und heute

Während Gold vor allem im Mittelalter noch überaus aufwendig und folglich langsam abgebaut werden musste, geht der Goldabbau heutzutage wesentlich schneller und automatisierter voran. Das lässt wahrscheinlich auch die Tatsache erklären, dass in den vergangenen zwei Jahren so viel Gold gefördert wurde, wie in 1000 Jahren im Mittalter insgesamt. Mittlerweile gibt es unzählige riesige Maschinen, die beim Goldabbau behilflich sind, die es früher noch nicht gab.

Die Schwierigkeit beim Abbau von Gold besteht in erster Linie darin, es vom wertlosen Gestein zu lösen. Der Anteil an Gold im entsprechenden Gestein ist nämlich relativ gering. Dementsprechend aufwendig ist es, diesen wertlosen Teil vom wertvollen Gold zu trennen.

Anlagemöglichkeit Gold

Während Gold früher in der Regel "nur" ein Status von Wohlhaben und Geld war, nutzen heutzutage auch viele Privatinvestoren die Möglichkeit in Gold als Geldanlage zu investieren. Die Vorteile bei der Goldanlage liegen dabei klar auf der Hand: So hat sich der Goldpreis in der Vergangenheit zum Beispiel ausnahmslos positiv entwickelt. Kursrückgänge gehörten zur absoluten Seltenheit. Aus diesem Grund werden Goldanlagen mittlerweile als sehr sicher verkauft. Fakt ist jedoch, dass praktisch gesehen keine Sicherheit besteht. Fällt der Goldpreis, wird das Ersparte auch dementsprechend weniger wert. Zwar ist das Risiko gering, die Aussage jedoch, dass 100%ige Sicherheit besteht, ist jedoch schlichtweg falsch.

Über die Zukunft des Goldes streiten sich Experten immer wieder. Während einige davon ausgehen, dass der Goldpreis weiter in die Höhe schießen wird, befürchten andere einen Absturz des Preises. Warum? Weil der Goldpreis ihrer Meinung nach künstlich in die Höhe getrieben wurde. Somit darf man auf die wirkliche Entwicklung des Goldpreises gespannt sein.



Diamanten: modischer und luxuriöser?

Diamanten sind schon immer Statussymbol für Luxus und finanziellen Wohlstand. Aber wie werden die beliebten Steine gewonnen, welche Vor- oder vielleicht auch Nachteile gibt es als Geldanlage und wie sieht es mit der Zukunft der Edelsteine aus? Fakt ist, dass Diamanten dem Gold zur Geldanlage mittlerweile erhebliche Konkurrenz macht. Grund ist in erster Linie die von vielen Experten prognostizierte "Goldblase". Demnach wird der Goldpreis momentan nur künstlich hochgehalten und droht in absehbarer Zeit zu fallen. Was an dieser Spekulation dran ist, kann zum momentanen Zeitpunkt natürlich noch nicht abgeschätzt werden. Fest steht jedoch, dass Diamanten eine echte Alternative zur Goldanlage darstellen.

Vor- und Nachteile von Diamanten

Diamanten werden in vielen Fällen gar nicht primär als Wertanlage und Gelsanlage genutzt. Stattdessen landen viele Diamanten meist bei weiblichen Trägern um den Hals oder den Finger. Doch wer Diamanten als Wertanlage nutzen will, sollte das entsprechende Objekt der Begierde nicht zwangsläufig immer bei sich tragen. Warum? Ganz einfach: Nicht nur das Risiko, dass die edlen Steine schnell gestohlen werden können, auch das Risiko der Abnutzung gilt es bei Diamanten zu beachten. Zwar wird ein Diamant aufgrund seines robusten Aufbaus niemals kaputtgehen, doch auch kleinere Beschädigungen können den Wert der Diamanten erheblich vermindern.

Wobei man natürlich sagen muss, dass Diamanten in jedem Fall sehr schön anzusehen sind. Insgesamt eignen sich etwa 75 Prozent aller Diamanten nicht zur Weiterverarbeitung für die Schmuckindustrie. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar: Oft verfügen Diamanten über unschöne Farbverläufe oder über fehlende Transparenz.

Abbau von Diamanten

Das eigentliche "Urgestein" von Diamanten ist der Kimberlit. Dieser entsteht nicht an der Erdoberfläche, sondern in Tiefen von etwa 150 Kilometern. Hier herrschen teilweise Temperaturen von 3000 Grad von mehr. Dementsprechend aufwendig ist es natürlich an die beliebten Diamanten zu gelangen. Doch nur unter diesen Umständen und der Tatsache, dass hier ein enormer Druck herrscht, macht das Entstehen von Diamanten überhaupt erst möglich. Darüber hinaus finden sich Diamanten jedoch auch in einigen erloschenen Vulkanen.

Eigenschaften von Diamanten

Die Eigenschaften von Diamanten sind in erster Linie davon geprägt, dass sie im Idealfall vollkommen transparent (sprich durchsichtig) sind. Jeweils abhängig von den jeweiligen Verschmutzungen innerhalb eines solchen Diamanten kann der Edelstein verschiedene Farben annehmen. Farblich ist von gelb bis hin zu blau und schwarz fast alles möglich.

Investition in Diamanten

Diamanten sind als Geldanlage im Vergleich zu Gold lange noch nicht so populär. Dabei bieten Diamanten quasi alle Voraussetzungen für eine rentable Anlage: Das Risiko ist angesichts der wenigen Diamantenvorkommen überschaubar und die ständigen Preissteigerungen bei Diamanten sorgen in der Regel auch für eine hohe Rentabilität. Wem die Anlage in Gold zum momentanen Zeitpunkt also zu risikoreich ist und nach einer geeigneten Alternative Ausschau hält, ist mit Diamanten wahrscheinlich gar nicht so schlecht beraten.

Fazit

Insgesamt lässt sich sagen, dass es natürlich von den individuellen Ansprüchen und dem Vertrauen des Anlegers in Gold bzw. Diamanten abhängig ist, für welche Geldanlage er sich letztlich entscheidet. Hält man Gold weiterhin für eine sichere Anlage und ist der Meinung, dass die "Goldblase" nur Panikmache ist, spricht nichts gegen eine Investition in diese Anlage. So manch einer rechnet schließlich mit einem steigenden Preis und folglich natürlich einer hohen Rendite.

Wer es jedoch etwas exotischer mag und dem Goldmarkt nicht ganz vertraut, kann sich auch für Diamanten als Geldanlage entscheiden. Hier profitiert man natürlich besonders vom schönen Aussehen der wertvollen Edelsteine. Natürlich kann man sich Diamanten auch nicht nur als Wertanlage, sondern auch als reines Luxusobjekt für den Körper gönnen. Hierbei ist natürlich darauf zu achten, dass zwischen Geldanlage und Schmuckstück unterschieden wird. Wer den Diamanten regelmäßig am Körper trägt, riskiert einen Diebstahl oder Verlust bzw. darüber hinaus auch Beschädigungen am wertvollen Edelstein.





















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